Zissimissi's Blog

Franzi takes Hungary

2. Beitrag 27/11/2009

Einsortiert unter: Nachrichten aus aller Welt — zissimissi @ 21:37

Bald ist Halbzeit…

Ich bin nun schon über drei Monate hier in Budapest und bald ist Halbzeit, bald ist das Herbstsemester vorbei und ich mache Heimaturlaub. Ein tolles Gefühl! Ich habe es geschafft super produktiv zu sein und einiges zu erleben und das alles ohne große Sehnsuchtsanfälle. Ich bin stolz und glücklich…

Produktiv bin ich hier wirklich. Ich besuche vier Hauptseminare und eine Kirchengeschichtsvorlesung, natürlich alles neben meinem Ungarischunterricht. Zusammen mit Jutta (Jutta Hausmann, die Frau des Dekans Hausmann und ehemalige Assistentin von Utzschneider) und ihrem Doktoraten Attila analysiere ich die Wallfahrtspsalme. Das ist sehr angenehm, da ein super Klima herrscht und ich Insiderinformation erhalte. Jutta hat mir schon die unglaublichsten Infos zukommen lassen. Zum Beispiel schickt die Deutsche Bibelgesellschaft regelmäßig Aland, BHS und LXX nach Ungarn. Vor einigen Jahren bekamen die Studenten sie noch umsonst. Mittlerweile müssen sie aber dann doch zum Beispiel 10€ für eine BHS zahlen. Denn irgendwann ist aufgefallen, dass die Studenten die noch Bücher in Antiquariaten verscherbelt haben. Lustig oder, vor allem für uns, die wir 40€ für die BHS gezahlt haben. Außerdem ist Jutta erfrischend deutsch… Sie sagt was Sache ist und sieht alles aus einem mir vertrauten Augenwinkel. Agnes, meine Homidozentin, hat mir erzählt, dass Jutta dafür verantwortlich ist, dass in Ungarn nun verstärkt auch alttestamentliche Texte als Predigttexte gelesen werden, das spricht doch für sie und ihren Einfluss, oder? Mit Henrika und Agnes beschäftige ich mich mit der ungarischen Situation, Geschichte und welche Auswirkungen das auf die Homiletik hat. Das ist wohl das interessanteste Seminar. Henrika ist übrigens die finnische Austauschstudentin, die für dieses Semester hier ist. Sie hat enorme Probleme mit dem dummen modularisierten Studium, da sie ja Punkte für ihre Veranstaltungen braucht. Ich dagegen sage immer nur: „Nee, nee! Passt schon, ich brauche keine Punkte. Ich komme irgendwann mit einem Zettel und den unterschreiben sie dann. Mehr ist das nicht.“ Sorry, liebe Erstis, aber Diplomstudium rockt einfach! Die Modularisierung macht eben Auslandsaufenthalte zum organisatorischen Horror. Und die Ungarn wissen das. Die haben zu so gut wie allen Ländern Kontakte. Es ist beinahe Pflicht ins Ausland zu gehen. Aber kein Wunder. Ungarn hat echt beschränkte theologische Möglichkeiten. Ich habe gerade mit den Vertretern des Systematischen Lehrstuhls ein Tillich-Seminar. Hier ist er nämlich erst vor ein paar Jahren auf Ungarisch erschienen. Deshalb ist er hier noch so neu und frisch! Wow, oder? Und Griechisch- und Hebräischlexikas gibt es gar keine. Nur auf Deutsch und Englisch – Studenten, die beides nicht sprechen können, haben da einfach Pech gehabt. Wenn man sich in den Büros umsieht, so sind bestimmt ein Viertel aller Bücher deutsche und englische Publikationen. Deshalb sprechen auch alle Deutsch oder Englisch an den Lehrstühlen. Aber so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es nicht. Es gibt unzählige ungarische Veröffentlichungen, die ziemlich gut sind, von denen aber die Welt nichts weiß. Überhaupt passiert hier einiges, die Ungarn kämpfen hart für ihren Anschluss an die internationalen, theologischen Entwicklungen! Ein hartnäckiger Haufen, diese Ungarn!

Nun will ich euch aber noch etwas mehr über mein PT-Seminar erzählen. Wie schon gesagt, geht es um Hintergründe. Und die zu kennen erleichtert einem das Leben sehr. Es wundern einen nicht mehr so viele Dinge. Die Kirche kämpft hier nicht, so wie in Deutschland, mit der Jugend. Hier sind die 40- und 50-jährigen Leute das Problem. Dieser Altersschicht können mit der Kirche nichts anfangen, da sie durch das Sozialistische Regime, in dem sie aufgewachsen sind, der Kirche entfremdet wurden. Sie haben keinerlei Beziehung zur Kirche, da die meisten nicht getauft oder konfirmiert wurden. In der Schule gab es keinen Religionsunterricht und wer einen guten Job wollte, durfte nicht zur Kirche gehen. Das Sozialistische Regime hat hier also bedauerlicher Weise ganze Arbeit geleistet. Nun versucht die Kirche sehr angestrengt diese Altersklasse anzusprechen. Ergebnis dessen ist, dass es viele Erwachsenentaufen und -konfirmationen gibt. Ein ganz anderes Thema ist die neulich erschienene, neue Gottesdienstordnung. Sie orientiert sich zurück auf die alten, katholischen Wurzeln. Doch die meisten Gemeinden wollen sie nicht anwenden. Sie sind strikt dagegen sich wieder dem Katholizismus zu nähern. Warum? Weil die katholische Kirche der Lutherischen Kirche in der Vergangenheit sehr zugesetzt hat. Vor allem in der Zeit nach der Reformation. Es war wirklich furchtbar. In Deutschland wirken die Ereignisse im Vergleich dazu manchmal wie Kaffeekränzchen. Das führte dazu, dass man sich stets versucht vom Katholizismus abzuheben. Ein Beispiel dafür ist, dass in den Gottesdiensten kaum Liturgie gesungen wird. Was übrigens zur Folge hat, dass die Predigten hier optimaler Weise 12 bis 15 Minuten lang sind. Irgendwie muss man ja die Zeit ausfüllen, die man durch das Auslassen überflüssiger Liturgie einspart. Ich als bayerische Lutheranerin vermisse das liturgische Singen ganz schrecklich! Die neue Ordnung integriert wieder mehr Liturgie und ähnelt sehr der deutschen Ordnung. Da das aber eine Neuerung ist und außerdem ja auch noch an die katholischen Gottesdienste erinnert, wird es weitgehend abgelehnt. Homiletik steht hier also vor einem sehr interessanten Hintergrund, der stark von nicht überwundenen, historischen Ereignissen geprägt ist. Einfach spannend. Bei der gegenwärtigen politischen Situation schlägt mein Herz jedoch eher panische Rhythmen. Ungarn hat nur zwei politische Optionen: Links radikal oder rechts radikal. Einfach hinreißen… Die Rechten wollen den Kommunismus und rennen in Armeeklamotten herum, wobei sie jeden Deutschen schmerzhaft an die NSDAP erinnern, und die Linken sind nicht weniger schlimm. Wenn die einen an der Macht sind, dann untergraben und stehlen die anderen. Es ist kein Wunder, dass die momentane Situation in Ungarn in jeglicher Hinsicht schlecht ist. Es macht mich zwar nachdenklich und traurig, da ich die Ungarn sehr ins Herz geschlossen habe, aber beeinflusst das mein Leben nicht direkt.

Den einzigen Nachteil, denn der mich direkt betrifft, sind die Steuern. Ich kaufe nämlich sehr viele importierte Dinge und die sind mit enormen Steuern versehen. Aber was soll ich anderes tun? Ich liebe Orangensaft und ich möchte gesunden Qualitätssaft. Da die einheimischen Säfte nur Wasser mit Zucker und ein paar mickrigen Prozenten Fruchtanteil sind, muss ich eben Hohes C oder den Aldi-Orangensaft kaufen. Und das gilt auch für Taschentücher, Müsli, Butter, Joghurt, Füller, Tomatensoße, gekochten Schinken, Lebkuchen und vieles mehr. Da wird einem schmerzlich bewusst, wie verwöhnt man ist! Furchtbar verwöhnt. Wie kann man nur Salat mit Balsamicodressing mögen oder eine saubere Küche? Tja, die Ungarn sind nicht so anspruchsvoll. Wenn die Duscharmatur kaputt ist, dann ist sie eben kaputt, macht doch nichts, wenn man noch Duschen kann. Und wenn das Essen eklig ausschaut, aber schmeckt, dann passt das auch. Oder wenn man etwas auf den wirklich aller, aller letzen Drücker erledigt, dann macht das auch nichts, solange es eben IRGENDWIE klappt. Und überhaupt: Wenn man nicht plant, dann kann auch nichts Unvorhergesehenes passieren. Jeder, der mich kennt, weiß, dass die beiden letzten Beispiele für mich Planwütige Horror ist. Na ja, zu mindest war. Ich kann voller Stolz sagen, dass ich mich daran gewöhnt habe. Hier läuft alles sehr relaxt für mich, das einzige, was ich plane, sind meine Reisen. Hier in Budapest habe ich nämlich schon alles gesehen. Und ich konnte meinen Kaffeekonsum um mindestens 75% senken. Die drei Wochen Heimaturlaub hingegen bereiten mir ein bisschen Stress. Es gibt so viel zu tun, von drei Wochen habe ich nur sechs Tage noch nicht verplant. Eben typisch für mein deutsches Ich! Schlimm wenn es anders wäre.

Für diese Ausgabe habe ich schon wieder zu viel geschrieben, bleibt mir nichts anderes übrig, als auf die nächste Ausgabe zu warten, um euch mehr über mein Budapestjahr zu erzählen: meine Reisen, mein Praktikum, die Deutsche Gemeinde im Burgviertel und so vieles mehr! Seid also gespannt und vielleicht ja bis bald während meiner Stickvisite an der Augustana?

 

1. Beitrag 27/11/2009

Einsortiert unter: Nachrichten aus aller Welt — zissimissi @ 21:35

Kneißl – Reisefuehrer

Budapest

1. Hintergrund:

Budapest ist seit 1873 die Hauptstadt Ungarns und wird durch die Donau in zwei Stadtteile geteilt: Das etwas reichere und sichere Buda und das großstadttypische Pest. Budapest wird des weiteren in 23 Bezirke gegliedert. Die Stadt ist gepraegt durch 130 Thermal- und Heilquellen, Europas groeßtes Parlamentsgebaeude und die zweit aelteste U-Bahn des Kontinents.

Budapest zaehlt heute rund 1,6 Millionen Einwohner bei einer Dichte von circa 3600 Einwohner pro Kilometer. Die ungarischen Juden, deren Deportation 1944 die letzte große Maßnahme des Holocaust gewesen ist, bilden in Budapest mit derzeit 80.000 Menschen die groeßte juedische Gemeinde in ganz Osteuropa. Als zahlenmaeßig staerkste ethnische Minderheit treten die Sinti und Roma hervor. Die zweitgroeßte Minderheit sind Angehoerige des ungarndeutschen Kulturkreises (87.000 Bürger/innen).

An den Hochschulen und Universitaeten sind etwa 100.000 Studenten eingeschrieben, doppelt so viele wie vor zehn Jahren. An der Evangelisch-Lutherischen Theologischen Universitaet im Pester Stadtteil sind es um die 200 Studenten. Die Universitaet in ihrem jetzigen Rechtsstatus als staatlich anerkannte nichtstaatliche Universitaet existiert erst seit 1998. Sie ist das geistige Erbe der 1557 gegruendeten Lateinschule zu Oedenburg / Sopron, des aus ihr entstandenen Theologischen Institutes und der 1982 selbststaendig gewordenen Evangelisch-Lutherischen Fakultaet der Koeniglichen Ungarischen Elisabeth-Universitaet der Wissenschaften und der 1951 entstandenen Evangelisch-Lutherischen Theologischen Akademie. Sie ist der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn verpflichtet und ist die einzige Ausbildungsstaette auf Unversitaetsebene fuer lutherische Pfarrer und Religionslehrer.

Mit etwa 65% bilden die roemisch-katholischen Budapester die traditionelle Mehrheit. Rund ein Viertel der Bevoelkerung Budapests sind Protestanten, die ueberwiegende Mehrheit davon Anhaenger der Reformierten Kirche. Den Rest bilden andere religioese Gruppierungen, insbesondere Orthodoxe, Baptisten und Juden.

2. Praktische Informationen:

Die Anreise kann mit dem Auto mit einer Route über Wien erfolgen. Die Fahrtzeit dauert mit kuerzeren Kaffeestops und Besuchen bei McDonalds ungefaehr neun Stunden, falls Sie einen tollen Freund mit einem tollen Auto haben. Budapest selbst stellt die einzige Herausforderung dar, aber auch nur dann, wenn Sie das Navi auf Fußgaenger einstellt haben. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie innerhalb Ihrer ersten zehn Minuten am Zielort erfahren, dass Sie in gut 12 Stunden bereits wieder abreisen muessen!

Grund dafuer ist die etwas andere Art von Auskunft. Bei der wochenlangen schriftlichen Vorbereitung Ihres Aufenthaltes in Budapest kann Ihnen ein Wochenendaufenthalt in einer lutherischen Jugendherberge auf dem Land schon einmal vorenthalten werden! Da heißt es dann also schnell fuenf Kartons und zig Taschen auspacken, um fuers Wochenende zu packen. Natuerlich muessen Sie sich selbst um die Anreise kuemmern. Aber wenn Sie Glueck haben, dann treffen Sie eine finnische Austauschstudentin namens Henrika, die Sie einfach mitschleift bei ihrer Reisegruppe. Allgemein muessen Sie immer mehrmals nachfragen, wenn Sie eine Auskunft erhalten. Die Ungarn meinen es nicht unhoefflich oder wollen Ihnen Probleme bereiten. Aber in Ungarn geht eben alles etwas langsamer voran. Lassen Sie also nicht locker, wenn Sie den Hausmeister, einen Internetzugang oder eine Immatirkulationsbescheinigung brauchen.

Die Mentalitaet der Ungarn ist also eher gemuetlich. Dinge scheinen sie nur zu erledigen, wenn ihnen Druck gemacht wird oder wenn sie ihnen Spaß bereiten. Puenktlichkeit zaehlt deshalb auch nicht zu den Staerken des Ungarns. Es gibt immer die obligatorischen ungarischen zehn Minuten, die man als Verspaetung mit einberechnen sollte. Auch Baumaßnahmen sind von dieser Einstellung beeinflusst, da kann es schon vor kommen, dass die selbe Baustelle, die Sie bei einer Stickvisite Anfang Mai gesehen haben, im September immer noch unveraendert ausieht.

Ausgehen kann man in Budapest ausgezeichnet. Coffeeshops, Subways, kleine alternative Cafés oder Fastfood Italiener sind an jeder Straßenecke zu finden. Aber auch antike Kaffeehaeuser, Diskotheken, Asiaten und Kneipen werden in naher Zukunft auf der Liste stehen. Besonders zu empfehlen sind private Dachpartys in Buda, denn dort auf dem Huegel hat man eine sensationelle Aussicht auf die Burg, das Theater, die Donau und auf das Lichtermeer der naechtlichen Stadt.

Elektritzitaet und Internet sind an sich keine Probleme in einer Metropole wie Budapest. Nur die Evangelisch-Lutherische Theologische Universitaet bereitet Ihnen Probleme bei der Internetbenutzung. Es gibt nur in einem kleinen Computerraum Internetzugang, wo jedoch keine Downloads moeglich sind. Denn die Leitung hat Angst, dass sich ihre Studenten bei WLAN-Nutzung nicht mehr auf das Studieren konzentrieren wuerden und vielleicht sogar illegale Daten ueber das hochschulinterne Netz laden koennten. Aus Sicherheitsgruenden kann man die PCs deshalb auch nur mit einem von der Verwaltung zugeteilten Account nutzen. Bedenken Sie, dass die ungarische Tastatur der ungarischen Sprache angepasst ist. Aendern Sie also Ihre Passwoerter mit Umlauten wie „ae“ vor Ihrer Reise, damit Sie sie auch in Budapest nutzen koennen!

Der Wohnstandart ist in Budapest aehnlich wie zum Beispiel in Neuendettelsau. Die Zimmer sind mittelgroß, frisch renoviert und sauber, falls man sie selbst regelmaeßig putzt. Nur mit dem Stauraum scheinen die Ungarn etwas knauserig zu sein. Die Zimmer haben bei Auslaendern auch immer ein kleines Bad mit WC und Dusche. Besonders ist bei Auslaendern auch, dass sie sich diese Zimmer, die fuer ihre Ansprueche meist gerade ausreichend sind, nicht mit einem Zimmergenossen teilen muessen, wie es bei den Ungarn ueblich ist. Zum Kochen gibt es auf jedem Stockwerk eine Gemeinschaftskueche, die eher an ein Kabuff erinnert. Dieser Aspekt und der verheerende Zustand des Backofens und der Arbeitsflaeche (Nichts im Vergleich zum Andersen-Haus!!!) vermitteln eine ungemuetliche Atmosphaere.

3. Land und Leute:

Wie bereits schon erwaehnt sind die Ungarn ein gemuetliches Volk. Sie lassen alles ruhig angehen und genießen was sie tun. Sie sind meist entspannt, stets freundlich und hilfsbereit. Als Deutsche/r kommen Sie in Ungarn mit ihrer Muttersprache oder Englisch sehr weit. Und kein Ungar wird es Ihnen veruebeln, dass Sie seine Sprache nicht sprechen. Sie werden ueberall mit offenen Armen empfangen, da sich die Ungarn über Fremde, die sich fuer ihr Heimatland interessieren, wie kleine Kinder freuen. Ungarn haben ein instinktives Verlangen danach, Ihnen es so bequem und heimisch wie moeglich zu machen. Vor allem Mensadamen werden sich jeden Tag danach erkunden, ob Ihnen das Essen schmeckt, werden Ihnen eine extragroße Portion geben und Ihnen dabei ihr schoenstes Laecheln schenken.

Die Esskultur ist aus deutscher Sicht angeblich typisch osteuropaeisch. Fest steht jedenfalls, dass das Essen in einer Mensa bodenstaendig ist und immer anders ausschaut, als es schmeckt. Meist sieht es unappetitlich und beinahe graeulich aus, schmeckt aber hervorragend. In den seltensten Faellen ist es andersherum. Das Vorurteil, dass in jeder Speise Paprika zu finden ist, scheint mit Ausnahme der Sueßspeisen wahr zu sein.

4. Studieren:

Wenn Sie als Austauschstudent an eine Universitaet in Budapest gehen, werden Sie von hinten bis vorne umsorgt, auch wenn es ab und zu vorkommen wird, dass Ihnen Wochenendausfluege und dergleichen versehentlich nicht mitgeteilt werden. Sie werden feststellen, dass waehrend Ihres Besuches ploetzlich englische Vorlesungen wie an Baeumen wachsen, was sonst eher der Ausnahmefall ist. In die Studierendenschaft werden Sie problemlos aufgenommen. So schnell koennen Sie gar nicht schauen, da sind Sie in einer Vorbereitungsgruppe fuer Morgenandachten, singen in  verschiedenen Choeren, bereiten mit einer Jugendgruppe einen Gottesdienst in der groeßten lutherischen Gemeinde vor, sind in mehr Vorlesungen als Sie wollten („Oh, wir haben noch eine englischsprachige Vorlesung fuer dich organisiert!“) und lernen Gitarre. Falls Sie also den Vorsatz habe, es in ihrem Auslandssemester sehr viel ruhiger angehen zu lassen als zuvor, dann lassen Sie ihn zu Hause, mit 15 Wochenstunden koennen Sie rechnen.

 

Ich bin total gerne in Ungarn und bin sehr, sehr froh mich dafuer entschieden zu haben. Staendig werde ich aufs neue ueberrascht, denn manchmal ist es hier genauso wie zu Hause und in der naechsten Sekunde ist alles neu und fremd. Da freut es mich um so mehr, dass ich schon viele neue Freunde habe, mit denen ich auf Entdeckungsreise gehen kann. Wer Lust hat kann ja mal auf zissimissi.wordpress.com schauen!

Liebe Grueße in meine Heimat, Franzi

 

Fotos! 03/11/2009

Einsortiert unter: Uncategorized — zissimissi @ 22:38

ZimmerZimmerDSCN2943ErstiwochenendeHeilbadHändelkonzert12  ErstiwochenendeErstiwochenendeLandwirtschaftsmuseum / StadtparkNoemi, Lilla, Henrika und AronBurgausblick bei Nacht14Elisabethbrücke10  Deutsche Gemeinde11  Henrika und ihr Bruder vor dem Parlament13

1-3: Mein Zimmer

4: Henrika, die finnische Austauschstudentin, und Martha

5: Maria und Martha

6: Julian und Ich

7: Heilbad

8: Ungarisches Landwirtschaftsmuseum

9: Noemi, Lilla, Henrika und Aron nach der Chorprobe für die Thomas Messe und vor der Dachparty

10: Donauufer von Buda ausgesehen

11: Lutherische Gemeinde, in der Seitenkapelle die Deutsche Gemeinde

12: Händelkonzert

13: Henrika und ihr Bruder vor dem Parlament

14: Aussicht vom Burgberg bei Nacht (Kettenbrücke)

 

Lang erwartete Nachricht?! 03/11/2009

Einsortiert unter: Uncategorized — zissimissi @ 21:01

Ja, sie lebt noch… Schande über mich und meine Unzuverlässigkeit. Aber ich hatte eben sooo viel anderes zu tun, dass mir keine Zeit blieb hier etwas zu schreiben. Und irgendwann wurde es so erschreckend viel, was ich euch erzählen möchte, dass ich begann mich zusätzlich auch noch davor zu drücken.

Was mache ich heute? Nun gerade – also eigentlich – bereite ich Ps 122 für mein AT-Seminar mit Jutta und ihrem Doktoranten Attila vor. Ich muss gut vorbereitet sein, da ich ja  ganz alleine mit einem Doktoranten und einer Professorin bin. Das ist sehr unterhaltsam und informativ zugleich. Jutta hat mich letzte Woche auch mit zu einer Holocaust-Gedenk-Veranstaltung (Kooperation mit Deutschland, d.h. auf Deutsch) mitgenommen. War total interessant, ich hab das erste Mal eine Zeitzeugin gehört und am Ende gab es noch ein kleines Konzert von einer Gruppe (Gitarre, Cello, Gesang), die jüdische Musik im Jazzstil spielte. Anschließend sind wir beide und ein guter Bekannter von Jutta noch Essen gegangen. War echt toll. Was ich heute noch so mache, ist Gitarre üben. Heute ist nämlich Dienstag und das ist der Wochentag der Gitarre. Sprich heute habe ich Unterricht und da ich die ganze restliche Woche nicht geübt habe, muss ich das heute noch schnell machen. :) Die Gitarre liegt auf dem einen Bett und auf dem anderen Bett habe ich meine Ungarischunterlagen ausgebreitet, die ich heute einfach mal ignoriere. Hab nämlich erst Montag wieder Unterricht, da kann dass noch getrost warten. Auf meinem Schreibtisch teilt sich der Ungarnführer den Platz mit Hebräisch. Habe morgen nämlich keinen Unterricht, so dass ich irgendwo hinfahren will. Bin mir aber noch nicht sicher wohin, mal gucken, was Henrika so plant. Wir machen eigentlich fast alles zusammen. Wir kochen gemeinsam, gehen gemeinsam auf Sightseeing, gehen gemeinsam einkaufen, beschweren uns gemeinsam über Skype (-> erfolgreich! Es funktioniert wieder!), wir gehen gemeinsam mit Freunden auf Konzerte und wir besuchen über die Hälfte unserer Vorlesungen gemeinsam. Ja, das sind heute so die Programmpunkte: Reiseplanungen, Hebräisch übersetzen, Gitarre spielen.

Wie schauen meine Tage aus? Nun der 0815-Tag beginnt erst mal mit aufstehen. Der Wecker klingelt um acht und um neuen bin ich dann meistens geduscht und angezogen. Dann wird alles mögliche erledigt. Normalerweise lese ich dann irgendwelche Texte oder lerne Vokabeln, je nach dem, welchen Unterricht an dem Tag habe. Geputzt und aufgeräumt wird normaler Weise auch morgens. Um elf Uhr bin ich so ziemlich jeden zweiten Tag am PC, um zum Beispiel meinen Freund zu trösten, wenn er wie heute krank ist. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen in der Mensa, meist mit Henrika. Und am Nachmittag sind dann meine Vorlesungen. Ich komme auf beachtliche 4 Hauptseminare (2 Syste, PT, AT), Gitarrenunterricht, Ungarischunterricht und eine Kirchengeschichtsvorlesung speziell auf Ungarn bezogen. Alle bis auf das AT-Seminar bei Jutta sind auf Englisch. Am meisten gefällt mir „Christian Thinkers“. Das ist eine Systematikveranstaltung. Und auch die einzige mit anderen Studenten. Besonders lustig finde ich immer, wenn Fabiny anfängt, über die Deutsche Theologie herzuziehen. Die Finnen haben nämlich wiederentdeckt, dass die Rechtfertigung und Heiligung des Gläubigen vor allem eine innere Transformation ist. Die Deutschen hingegen sagen immer noch und entgegen Paulus, dass es ein äußerer Vorgang ist, quasi wird dem Menschen etwas von außen eingeflößt. Unterhaltsam deshalb, da ich als deutsche Studentin das zweite noch nie in einer deutschen Vorlesung gehört habe… Abends koche ich mir dann immer selbst. Oft gibt es Salat, da neben der Uni ein Bauernmarkt ist und das Gemüse frisch und super billig ist. Aber ich probiere auch viel Neues aus. Ich kann jetzt zum Beispiel Chili con Carne, Risotto, Kaiserschmarrn oder selbst gemachte Eiernudeln (die waren aber nicht so dolle). Nicht zu vergessen sind die morgendlichen und abendlichen Andachten. Die Ungarn sind noch viel pietistischer als Württemberg!!! Kein Wunder, dass es feiertechnisch ziemlich mau aussieht. Partys gab es bisher nur eine, an der ich als eine von wenigen es geschafft habe, genau das Glas mit berauschendem Inhalt zu erwischen, obwohl es doch gar keinen Alkohol gab – wie konnte das nur passieren?! :D Vitamin B ist auch in Ungarn nicht zu unterschätzen. Und auch Jutta hat mir das bestätigt, dass die Studenten viel zu brav sind. Immerhin kenne ich ein paar Leute, die ständig was unternehmen. So nehmen zum Beispiel Lilla und Noemi Henrika und mich überall mit hin. Ich war auf 2 Kneipenkonzerten, zwei Jungendgottesdiensten (Thomas Messen) und einem Händelkonzert. Das hat zwar nicht gerockt, war aber sehr schön. Morgen ist wieder eins dieser Kneipenkonzerte und demnächst werden Noemi und ich mal richtig weggehen in die Disco. Auffallend ist, dass die etwas aktiveren Leute alle Deutsch sprechen. Und wenn ich nicht lerne, unterwegs bin, esse oder schlafe, dann lese ich immer noch sehr viel, übe Klarinette oder Querflöte (!!!) und habe in einem Monat die kompletten ersten drei Staffeln Gilmore Girls geguckt. Die Serie hatte nicht unbedingt einen guten Einfluss auf mich. Ich kam auf die dumme Idee, obwohl ich natürlich schon vorher ganz genau wusste, dass das nicht gut gehen würde, dass ich mich einen Tag lang nur von Süßigkeiten ernähre. Und ich dachte mir, dass man diese Erfahrung einmal gemacht haben sollte. Die beiden Mädels essen ja auch beinahe nur Süßigkeiten und Fast Food und das in Massen. ;) Schließlich möchte man wissen, wovon man spricht, wenn man behauptet, es wäre ungesund und dumm nur von Süßigkeiten zu leben. Fazit war natürlich, dass mir hundselend war ab vier Uhr am Nachmittag.

Ich war vor zwei Wochen auf dem Jugendtreffen von Taizé in Pécs. Es ging ein ganzes Wochenende lang und ich bin mit Annamaria-Julia und Henrika hingefahren. Annamaria-Julia, genannt Julia, ist Rumänin mit ungarischen Wurzeln. Sie spricht deshalb auch fließend Ungarisch. Sie wohnt nur 15 Minuten von Draculas Schloss entfernt ;) Wir sind Freitagmorgen losgefahren und wurden in einer siebenköpfigen Familie in einem Vorort von Pécs untergebracht. Die Eltern hatten alle Kinder ausquartiert und uns in ihrem Elternschlafzimmer einquartiert. Die beiden waren total nett und haben uns von hinten bis vorne bedient, falls wir mal da waren und nicht schliefen. Tagsüber – nach einem Frühstück in der Familie – waren wir in Pécs unterwegs und hatten Bibelgruppen, Andachten oder Workshops. Ein typischer Taizétagesplan eben. Das Essen war aber besser als in Taizé, auch wenn ich die Hälfte nicht gegessen habe. Streichkäse und Streichwurst aus der Pelle *bäh* nix für mich. Der Workshop war ziemlich unterhaltsam. Wir waren wohl die lauteste und am meisten lachende Gruppe des Wochenendes. Ich habe mich durchgesetzt und wir sind nicht zu „Wo ist mein Platz in Gottes Schöpfung?“ oder „Wie finde ich heraus, was Gottes Ruf für mich ist?“ oder gar das Klassikerthema „Wie gehe ich mit Gottes Schöpfung um?“ gegangen, sondern zu den Kirchenvätern. War zwar auch nicht informativer, aber eben nicht das Standartthema und nicht so extrem oberflächliches Geplänkel. Außerdem hatten wir das Glück einen begriffsstutzigen, aber doch sehr selbstbewussten Philosophen in der Gruppe zu haben. Seiner Meinung nach haben wir die Fragen nicht verstanden und deshalb auch nicht beantwortet. Dumm nur, dass zehn andere Personen anderer Meinung waren. Das Wochenende war wirklich toll, aber an Taizé kommt es von der Atmosphäre nicht ganz ran.

Auf dem Burgberg ist die Deutsche Lutherische Gemeinde. Dort wird im Januar mein Praktikum stattfinden. Ich war jetzt schon zwei Mal im Gottesdienst und es gefällt mir ganz gut. Der Pfarrer freut sich enorm über mein Interesse. Ich bin zwar kein Gemeindemitglied, aber ich werde mit offenen Händen empfangen. Ich esse um sonst, trinke umsonst, habe die Losungen und das Feste Burg Andachtsbuch für kommendes Jahr erhalten und ich darf auf alle Veranstaltungen. Die erste war am Reformationstag, also letzten Samstag. Es war eine musikalische Feier. Eine kleine Gruppe Musiker, ein Solist und ein Chor. Der Pfarrer hat auch einen zweisprachigen Vortrag über Luther gehalten, doch denn habe ich leider verpasst. Ich bin nämlich eine halbe Stunde zu spät gekommen. Ich habe an diesem Abend die Odyssee in Kleinformat nachgespielt. Ich habe mir die Verbindungen zu Recht gelegt und bin los. Den ersten Bus bis zum Subway, da ich kein Abendessen hatte – so weit so gut. Dann wollte ich nur um die Straßenecke zur Bushaltestelle der zweiten Buslinie, doch Fehler Nummer 1: Entgegen der Straßenkarte war dort keine Haltestelle. Na ja, nicht so schlimm, ich hatte noch Zeit, da ich extra eine viertel Stunde zu früh los bin. Also auf zur nächsten Station. Ich folgte der Busstrecke und nach einiger Zeit fand ich die Haltestelle. Bloß warum steht die auf der falschen Straßenseite? Fehler Nummer 2: Es ist keine pendelnde Linie, es ist eine im Kreis fahrende Linie, also nur eine Fahrtrichtung. Also weiter bis zur nächstgelegenen Haltestelle mit der richtigen Fahrtrichtung. Mittlerweile war ich über eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs. Obwohl die Haltestelle wieder nicht dort war, wo sie laut Karte sein sollte, fand ich sie schließlich. Netter Weise kamen zwei der im Plan verzeichneten Busse nicht. Als ich dann endlich den richtigen Bus nahm und an der richtigen Haltestelle ausstieg, dauerte es noch einmal eine gute viertel Stunde, bis ich in einer 700 Meter langen Straße eine Kirche fand. Denn Fehler Nummer 3: Die Karte zeigte nicht, dass die Hold utca länger als 300 Meter ist und mehr als die Hausnummern 1-15 hat. Kein Wunder, dass ich mich schwer tat, die Nummer 18 zu finden, zumal beinahe alle Straßen- und Hausnummernschilder hinter hölzernen Baugerüsten versteckt waren. Aber ich bin schließlich irgendwie und irgendwann angekommen und das noch rechtzeitig für den musikalischen Teil. An diesem Freitag werde ich bei der Laternenbastelsession teilnehmen. Auch darüber war der Pfarrer sehr erfreut, da es zu viele Kinder und zu wenig Betreuer gibt. Das war dann das Vernichtungsurteil für meine Laterne. :D Und am Sonntag ist der Umzug, dort helfe ich beim Punschausschank. Leider ist St. Martin anscheinend eine deutsche Tradition. Henrika und die Ungarn haben mich alle etwas ungläubig angeschaut, als ich nachfragte.

Vor ein paar Wochen gab es einen Internationaler Abend. Henrika hat finnische Teigwaren gebacken und ich habe Bratwürste und Weißwürste serviert. Dafür war ich extra beim Aldi. Der ist gar nicht so weit weg von mir. Leider ist es aber wohl ein österreichischer Aldi, da überwiegend österreichische und nicht deutsche Produkte angeboten wurden. Die Cookies haben sie aber trotzdem. Nicht einmal die Cookies in Amerika kamen an die Aldi-Cookies ran! Meine Wurst kam super bei den Ungarn an, die haben einen beinahe krankhaften Wursttick. Wurst in der Suppe, Wurst mit Bohnen, Wurst mit Reis, Wurst mit Kartoffeln, Wurst pur, Wurst mit Brot, Wurst auf Pizza, Wurst mit Nudeln… Eben immer wenn es die Situation erlaubt. Interessant war, dass als den Studenten Möglichkeiten zu einem Auslandsstudium vorgestellt wurden, dass die Augustana als nicht äquivalent zu einer Universitätsausbildung dargestellt wurde. Eben auf gleicher Ebene mit einer Fachhochschule. Ich hab das Jutta gepetzt und die wird, wie schon so oft, das richtig stellen und ein Donnerwetter loslassen. :D

Ich komme mit meinem Ungarisch voran. Vielleicht nicht so schnell wie ich könnte, aber ich bin zufrieden. Ich verstehe bereits einzelne Gesprächsfetzen, kann zählen und gerade lerne ich zu beschreiben, wo etwas ist, und die Farben. Ich habe mich bereits vorstellen und eine Fahrkarte ordern können. Vielleicht könnte ich jetzt schon mehr Wörter, aber ich habe am Anfang die Prioritäten nicht zu Gunsten meiner Vokabeln gesetzt. Mir war wichtiger mich mit Studenten anzufreunden sowie Budapest ein bisschen zu erkunden. Und vor allem auch erst einmal in einen Tagesrhythmus zu finden. Es ist doch ziemlich ungewohnt so viel Freizeit und zugleich so viel Hausaufgaben zu haben. Das muss erst einmal so arrangiert werden, dass beides nicht zu kurz kommt. Jetzt bin dazu übergegangen mich mehr auf Ungarisch zu konzentrieren und an freien Tagen im Land umherzureisen. Denn schließlich ist der Tagesrhythmus jetzt klar und ich habe mich in der Stadt zu Recht gefunden.

Randbemerkungen:

Ich habe nach etwas wie Zweiback oder Knäckebrot gesucht für den kleinen Hunger zwischen durch. Henrika hat mir Finnisches Knäckebrot empfohlen, es sei sehr gesund. Ja, das ist es bestimmt, schmeckt auch nicht schlecht, aber: es riecht und sieht aus wie die Hundefuttersticks, die Strolchi so liebt.

Ich war mit Henrika im Zoo. Jetzt weiß ich, dass der Nürnberger Zoo der Himmel für alle Zootiere sein muss. Zum Beispiel hatten sie zwei Hirtenhunde in einem vier Quadratmeter großen Zwinger, die Fische im Aquarium hatten nackte Wände und es war erlaubt alle Tiere zu füttern. Einfach Horror.

Ungarn tun so ziemlich alles auf den letzten Drücker. 30seitige, englische Essays am Tag vor dem Seminar, Noten zum Transponieren und Spielen am Tag vor der Morgenandacht, Aufbrechen zu einer Veranstaltung usw.

Ungarn zählen Bastelpapier und Füller (!!!) nicht zu ihrer Grundausstattung von Büroartikeln im Supermarkt. Nicht einmal im Schreibwarenladen habe ich Transparentpapier oder einen Block mit Bastelkarton gefunden. Und abgesehen von überteuerten Onlinefüllern gab es keinen einzigen Füller in einem Fachgeschäft.

Tillich ist furchtbar.

Angeblich kaufen ungarische Supermärkte deutsche und österreichische Produkte, nachdem sie abgelaufen sind, da in Ungarn eine andere Regelung vorliegt. Deshalb sind Frischeprodukte länger haltbar in Ungarn.

Geige ist ein Rockinstrument. Es darf in keiner ungarischen Band fehlen. Dafür ist die Klarinette beinahe unbekannt.

Die ungarische Begrüßung „jó napok kívánok“ ist ungewohnt lange. Ich komm mir jedes Mal komisch vor, wenn ich jemanden grüße und wir beide gleichzeitig sprechen, da die Begrüßung eben so lange dauert und man nicht wartet, bis das Gegenüber fertig ist.

Es ist arschkalt Ende Oktober. Fünf Grad in der Sonne. Zu mindest meistens und vor allem morgens.

Die reformierte Kirche symphatisiert mit den Rechten. Was das so genau bedeutet und was die Ursache ist, werd ich in naher Zukunft mal nachlesen.

Ich muss Hohes C kaufen, da das der einzige Saft ist, der 100% Fruchtanteil hat. Der Rest ist einfach Zuckerwasser.

Überhaupt sind deutsche Produkte Luxusprodukte. Ich kaufe Danone Joghurt, Köln Müsli, Knusperone Müsliriegel, Hohes C, Ariel, Knorr. Die Ungarischen Äquivalente sind nicht zu gebrauchen. Selbst die Rosinen schmecken nicht…

Ungarische Topprodukte sind hingegen die Joghurt-Schoko-Sticks, Salami und Teigwaren! Yammie!!!

Information: Ich fahre am 19.12. nach Hause!!! Rollt doch schon einmal den roten Teppich aus :P

 

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.